Die erste Woche

Der Einzug unserer Welpen in ihrem neuen Zuhause

Stubenreinheit

 

 

Routine ist alles! Je kleiner der Hund, desto kleiner seine Blase. Die Blase eines Welpen ist dementsprechend sehr, sehr klein, und eine Blasenmuskulatur zum "Anhalten"  muss sich erst im Laufe der Zeit entwickeln. Ihn also dafür zu bestrafen, wenn er ins Haus macht, bringt überhaupt nichts, außer dass er anfängt, sich vor

Ihnen zu fürchten. Es liegt allein an Ihnen, zu erkennen ob und wann der Hund nach draußen muss, um ihn dann sofort nach draußen zu bringen, und zwar möglichst immer an die gleiche Stelle, damit er seinen Geruch wieder erkennt.


Ein acht Wochen alter Welpe kann im Wachzustand normalerweise ca. eine bis eineinhalb Stunden "aushalten". Im Alter von drei Monaten schafft er schon zwei bis drei Stunden (außer, Ihr Welpe tobt und spielt, wacht gerade auf, hat gerade gefressen oder getrunken). Selbst erwachsene Hunde müssen sich durchschnittlich mindestens viermal am Tag lösen.

Behalten Sie lhren Welpen immer im Blick, damit Sie sofort sehen, wenn er anfängt, sich einen Löseplatz zu suchen, nehmen Sie ihn dann hoch und tragen ihn schnell nach draußen auf seinen angestammten Löseplatz. Gehen Sie lieber zu oft als zu selten mit ihm nach draußen und verknüpfen Sie sein "Geschäft" mit einem Wort, wie "Bisimachen" o.ä, damit er später, wenn Sie mal auf Reisen sind, er unkonzentriert oder nervös ist, gleich weiß, was Sie von ihm wollen. Nach einiger Zeit hat der Welpe verstanden, dass das Haus keine Toilette ist, und wird von sich aus zur Garten-oder Haustür laufen, wenn er, mal "muss".

Wenn es im Haus ein Malheur gibt (und darauf können Sie sich ruhig schon mal gefasst machen), reinigen Sie die Unfallstelle gründlich mit einem Enzymreiniger aus dem Zoofachhandel, damit wirklich keine Gerüche zurück bleiben, die den Welpen auf den Gedanken bringen könnten, hier sei ein gemütlicher, warmer und zugfreier Toilettenplatz.

Bringen Sie lhren Welpen immer nach draußen, wenn:

  • er gerade aufgewacht ist
  • er gerade gefressen und/oder getrunken hat
  • er Sie gerade fröhlich begrüßt
  • er gerade irgendwo gespielt hat und nun mit deutlichen "Suchsignalen" woanders hin spaziert
  • er kleine Kreise zieht und auf dem Boden schnüffelt
  • er grade wild getobt hat

Alleine bleiben

 

 

Welpen laufen einem normalerweise auf Schritt und Tritt hinterher denn ein Welpe, der verlassen wird, würde in der Natur nicht lange überleben. Deshalb muss er auch so furchtbar laut heulen, wenn Sie ihn alleine lassen, denn nach seinem Verständnis kann das nur ein Irrtum sein. Hunde, die zu früh alleine bleiben müssen, bekommen solchen Stress, dass sie Möbel zerkauen, Tapeten von der Wand reißen und das ganze Haus verwüsten. Wenn ein Hund dieses Verhalten erst einmal zeigt, ist es sehr schwer, ihm diese tiefe Angst wieder zu nehmen und ein häufiger Grund, weshalb Hunde später wieder abgegeben werden.


Wenn man es richtig macht und dem Hund erlaubt, sich in seinem neuen Zuhause erst einmal sicher zu fühlen, bevor man ihn alleine lässt, lernt jeder Hund, dass seine Verzweiflung gar nicht nötig ist und Sie bald wieder kommen.

Alleine bleiben muss man üben, wenn er alt genug ist, um eine gewisse Gelassenheit zu wahren. Das ist gewöhnlich nicht vor der 14. oder 15. Lebenswoche.Fangen Sie an, indem Sie ihm einen Kauknochen geben und dann, wenn er sich entspannt damit beschäftigt, den Raum zu verlassen und bei geschlossener Tür im Bad herum zu rumoren. Oder in der Küche. Wenn er vor der Tür weint, öffnen Sie die Tür erst, wenn er eine Jammer-Pause macht.

Gehen Sie ohne ihn zum Briefkasten und machen Sie keinen Begrüßungsaufstand, wenn Sie wieder zur Tür hereinkomme: Sie waren ja nur ein paar Minuten weg! Sobald er diese kurzen Abwesenheiten akzeptiert, verlängern Sie die Phasen ein wenig. Geben Sie ihm vorher ein Futterspielzeug, das Sie z.B. mit Hundekeksen befüllen, damit Ihr Weggehen nicht so furchtbar wichtig ist. Schleichen Sie sich niemals aus dem Haus, sondern verabschieden Sie sich im immer gleichen, neutralen Tonfall. Je häufiger Sie üben, desto weniger wird ihm das alleine Bleiben etwas ausmachen. Die landläufige Meinung, dass Hunde kein Zeitgefühl haben und stundenlang alleine ausharren können, wenn sie auch eine halbe Stunde schaffen, stimmt übrigens nicht: Im Gegenteil wissen Hunde ja auch ganz genau, wann Fütterzeiten sind, wann das Kind üblicherweise von der Schule kommt, etc.

  • Je intensiver und geduldiger Sie Üben, desto weniger Stress ist mit dem alleine Bleiben verbunden
  • Zeigt Ihr Hund trotz intensiven Üben Stresssymptome, sollten Sie einen kompetenten Hundetrainer mit ins Boot holen.